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Im Johannes-Evangelium ist die Welt böse, und Judas geht verloren,
„damit die Schrift erfüllt werde.“
(Joh 17,12)
Ich mache in meiner Bearbeitung diese Ausgrenzungen nicht mit. Wenn der
Verfasser des Johannes-Evangeliums noch lebte, würde ich ihm mit seinen
eigenen Worten zurufen: „Wenn du dir all dessen so sicher bist und wenn
du noch nie eine Sünde begangen hast, dann wirf doch den ersten Stein!“
(Nach Joh 8,7)
Im ersten Johannes-Brief schreibt der Verfasser: „Wir wissen, dass wir
aus Gott sind und dass die ganze Welt vom Bösen beherrscht wird.“ (1.Joh
5,19)
Wer diese – meiner Meinung nach irrige - Auffassung hat, läuft in
Gefahr, in vielen Situationen nur das Böse zu sehen und zu erleben. Im
Gegensatz dazu arbeite ich heraus, dass alle Menschen geliebte Kinder
Gottes sind.
In der Originalversion der Offenbarung des Johannes wird die Welt in
grauenhaften Phantasien mit dem
Zorn Gottes überschüttet, und schließlich werden Menschen in den
Feuersee geworfen, um in alle
Ewigkeit zu leiden.
In meiner Version der Offenbarung des Johannes wird die Welt mit der
Liebe Gottes überschüttet, und
Gott setzt seine verwandelnde Kraft ein, um dort zu helfen, wo sich
Menschen allein nicht helfen können.
Werner Krotz
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